Uschis Welt

Back in Germany

Inzwischen bin ich wieder zurück in Deutschland und der Alltag hat mich fast wieder eingeholt. Vielleicht wäre die Rückreise noch zu erwähnen: 5 Uhr aufstehen und schnell fertig packen, das war ja noch relativ entspannt. Als wir dann am Flughafen Honolulu ankamen, wurde uns erstmal mitgeteilt, dass wir noch 2 Stunden Zeit hätten, da die Maschine nach LA Verspätung hatte.

Also beschlossen wir, nochmal schön Frühstücken zu gehen und fanden dann auch einen sehr schönen Laden (irgendwas chinesisches war mit dabei), wo wir in aller Ruhe frühstücken konnten.

Danach fuhren wir zurück zum Flughafen und verabschiedeten uns (zugegeben ein paar Tränen sind geflossen). Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrollen in den Wartebereich wo die Maschine kommen sollte. Aber nix wars. Stunden vergingen, keine Maschine in Sicht, keine Information und sehr viele genervte und wütende Menschen um mich herum. Nach 5 Stunden warten erhielten wir dann endlich die Information, daß eine Maschine demnächst dann bereit wäre, die aber gerade erst gelandet war.

Also beschloss ich, mal nachzufragen ob es denn möglich wäre die Rückreise am nächsten Tag anzutreten, da ich sonst irgendwann (wenn überhaupt) mitten in der Nacht in Frankfurt angekommen wäre. Ich glaube die Angestellte von ATA war sehr froh mal nicht angeschrieen zu werden (einige der wartenden Leute waren zuvor wirklich sehr unverschämt gewesen und hatten rumgebrüllt) und telefonierte gleich mit ihrer Fluggesellschaft. Sie meinte ich könnte mein Glück versuchen, allerdings müsste ich wieder auschecken und mein Gepäck müsste da bleiben. War mir ja irgendwie sehr recht, die zwei schweren Koffer nicht wieder mit mir herumschleppen zu müssen.

Wieder draußen am Schalter rief ich gleich Susi an, die sich ganz lieber Weise gleich auf den Weg machte um mich wieder abzuholen. In der Zwischenzeit regelte ich die Flüge für den nächsten Tag und erkundigte mich ausgiebig nach meinen Gepäckstücken, die wie man mir sagte, automatisch bis Frankfurt alleine fliegen sollten. (habe auch extra mehrmals nachgefragt weil ich das nicht glauben konnte). Also alles Bestens und die Flüge wurden die selbe Zeit einen Tag später gebucht.

Susi holte mich mit den Kindern ab und ich glaube wir waren beide sehr froh noch einen Tag länger miteinander verbringen zu können.

Am nächsten Tag dann das Ganze nochmal (nur konnten wir diesmal ne Std länger schlafen,weil ich ja kein Gepäck mehr hatte). Der Abschied fiel wieder sehr schwer und ich war froh, diesmal ohne Gepäck in der riesen Schlange zum einchecken zu stehen.

Diesmal ging alles glatt und ich saß im Flieger nach LA. Der Flug dauerte ca 5 Stunden und ich hatte mit Absicht nicht gefrühstückt, da ich davon ausging im Flugzeug etwas zu bekommen. Aber Pfeifendeckel!!! Geizige Airline…..man konnte sich „Snacks“ kaufen und das auch nur mit Kreditkarte für ein Schweinegeld. Und das war mir dann doch wirklich zu blöd. In LA angekommen, hatte ich 4 Stunden Aufenthalt und stellte mit wachsender Begeisterung fest, daß auch mein Gepäck hier war (hatte in einem kleinen Anflug von Kontrollwahn sicherheitshalber doch nochmal nachgefragt).PUH!

Nun hatte ich dann doch langsam echt Hunger und beschloss die gute amerikanische Küche doch nocheinmal auszunutzen. Also sass ich kurze Zeit später in einem Grill und aß glaub ich den teuersten Burger meines Lebens. Für einen Cheesburger mit Fritten und Cola bezahlte ich 20 Dollar (zugegeben der war aber auch echt gut groß und frisch). Hierbei lernte ich dann noch eine nette Frau aus LA kennen, die beim Film arbeitete. Interessant!

Dann gings weiter nach London. 10 Stunden Flug, totmüde, umgeben von lauter bescheuerten ausgeschlafenen Spaniern, die die Nacht zum Tag machten und Party im Flieger feierten, so daß sogar das Personal irgendwann äußerst genervt und ruppig wurde. Ich versuchte mich mit Rotwein einzuschläfern, was aber nur begrenzt bis gar nicht funktionierte.

Totmüde in London angekommen wartete ich erneut 2 Stunden auf meinen letzten Flieger nach Frankfurt und machte 3 Kreuzzeichen, als ich dann pünktlich drin saß. Endlich übermannte mich dann auch der Schlaf und ich wurde erst zum Start von den Turbinen geweckt.

Endlich um halb 10 Abends kam ich dann in Deutschland an und leistete mir wieder mal einen kleinen Lacher. Ich stand vor dem deutschen Zollbeamten, reichte ihm meinen Pass und texte ihn auf Englisch zu, wo ich denn mein Gepäck abholen könnte. Der schaute mich dann etwas ungläubig an und musste Gott sei Dank auch sehr lachen.

Nach fast 30 Stunden Reise, musste ich dann erstmal eine Rauchen und durfte mit meinen Eltern nach Hause fahren. Um 2 Uhr fiel ich dann tot in mein Bett.

1. August, 2007 Verfasst von pentakel | Hawaii 2007 | | 1 Kommentar